Diagnose für einen realen Meister Eder

      Choleriker? Warum nicht?

      Generell meinte ich, wie sich die Figur des Meister Eder für seine Mitmenschen darstellt.

      - ein alleinstehender, relativ einsam lebender alter Herr
      - äußerst arbeitsam (Workaholic?)
      - nennt ein Puppenbett sein eigen
      - fährt mit eben einem solchen auch in den Urlaub
      - spricht mit sich selbst, mal in tiefer mal in hoher Tonlage
      - Vorkomnisse wie Zwicken, plötzliches Herunterfallen oder Verschwinden von Gegenständen führt er auf einen Hausgeist zurück
      - verhält sich in verschiedentlichen Situationen äußerst sonderbar bzw. auffällig
      - glaubt an einen unsichtbaren Kobold names Pumuckl
      - gibt vor, diesen nicht nur sehen, sondern auch mit ihm sprechen zu können
      - etc.

      Wie lautet eure Diagnose?
      Meines Erachtens liegt da ein klassischer Fall von Schizophrenie vor, der aller Wahrscheinlichkeit nach medikamentös behandelt werden würde.

      Zwar geht keine wirkliche Gefahr von ihm aus, doch halluziniert er sich fortwährend ein Leben mit einem Kobold herbei, dem er die kleinen Unerklärlichkeiten des Alltags bzw. vielleicht auch eigenes Fehlverhalten oder eigene Unzulänglichkeit in die Schuhe zu schieben versucht.
      Ist so nicht klar, stimmt! Ich hab' die Passage sicherheitshalber mal aus meinem Beitrag gestrichen. Weiß da jemand genauer Bescheid?

      Zum Thema: Man könnnte Eder zusätzlich noch eine gewisse Altersvergeßlichkeit unterstellen. Schließlich weiß er oft nicht, wo er diverse Gegenstände hin verlegt hat.
      Original von Wiggerl
      Ist so nicht klar, stimmt! Ich hab' die Passage sicherheitshalber mal aus meinem Beitrag gestrichen. Weiß da jemand genauer Bescheid?


      In einer Hörspiel Folge sagt Eder: "Andere Männer in meinem Alter sind längst in Pension."
      Ich gehe also davon aus, dass er noch nicht in Rente ist. Wahrscheinlich hat er als selbstständiger Schreinermeister früher eben nicht so viel "geklebt" und hätte demnach nur eine kleine Rente, so dass er bis ins hohe Alter arbeiten muss.

      Ich glaube, das Zitat ist aus "Das eigene Zimmer". In der Folge schickt ein Freund von Meister Eder ihm ja auch einen "Facharzt für ... ist ja auch egal" vorbei, wobei wir ja wieder fast beim Thema wären. :]
      Vielen Dank für den Hinweis, Puminho! Das Zitat hab' ich auch so in Erinnerung. Es scheint, als ob Eder sich über seine Tätigkeiten mehr oder weniger ein Zubrot zu seiner vielleicht "zu kleinen" Rente verdient. Ob's da nicht vielleicht doch eine Textzeile in den Büchern zu gibt!?
      Original von Wiggerl
      Vielen Dank für den Hinweis, Puminho! Das Zitat hab' ich auch so in Erinnerung. Es scheint, als ob Eder sich über seine Tätigkeiten mehr oder weniger ein Zubrot zu seiner vielleicht "zu kleinen" Rente verdient. Ob's da nicht vielleicht doch eine Textzeile in den Büchern zu gibt!?


      Ich bin gerade zwar nicht auf eine Textzeile in den Bücher, sondern auf einen Dialog in der Fernsehserie gestoßen. Beim "Spielzeugauto" fragt die Spielzeugverkäuferin Meister Eder über das zu beschenkende vermeintliche Kind aus, und auf die Frage "Alter?" nennt Eder ihr sein Alter und antwortet "62."

      Damit hätte das Eintrittsalter zum Bezug der Regelaltersrente noch nicht erreicht. Auch wenn das durchschnittliche tatsächliche Renteneintrittsalter unter dem gesetzlichen Renteneintrittsalter liegt, gehe ich also davon aus, dass Meister Eder nicht in Rente ist.
      Anbei weitere mögliche Diagnosen, mit denen man Meister Eder belegen könnte:

      - Altersvergeßlichkeit (permanentes Verlegen von Gegenständen)
      - Kleptomanische Züge (Käse in Goldpapier, Opernkarten etc.)
      - Regressive Tendenzen (Puppenbett, Schiffsschaukel, Wollpullover, Spielzeugauto etc.)

      Henry schrieb:

      Goassmass schrieb:

      Im Computerspiel "Edna bricht aus" (u.A. von Gronkh Let's Playt) beschreibt der Entwickler Meister Eder als Inspirationsquelle und ihn selbst auch als schizophren.


      Nun ja...so ein Schreiner ohne Frau und Kinder, dafür mit einen (für außenstehende) imaginären Kobold....des gibt einen schon zu denken 8|
      Das kann man wohl sagen... dieses Computerspiel von Daedalic war da doch nicht weit von der Wahrheit entfernt)

      Wiggerl schrieb:

      Meines Erachtens liegt da ein klassischer Fall von Schizophrenie vor, der aller Wahrscheinlichkeit nach medikamentös behandelt werden würde.

      Zwar geht keine wirkliche Gefahr von ihm aus, doch halluziniert er sich fortwährend ein Leben mit einem Kobold herbei, dem er die kleinen Unerklärlichkeiten des Alltags bzw. vielleicht auch eigenes Fehlverhalten oder eigene Unzulänglichkeit in die Schuhe zu schieben versucht.
      mMn wäre Meister Eder im richtigen Leben bereits in der Klapse gelandet.